360° Australien: Kleinstadtleben im Outback

Gesucht: die Geister, Künstler und Kumpels des australischen Outbacks. Gefunden: in Broken Hill. Ein Ausflug in eine lebendige Kleinstadt weit ab vom Schuss.

 

Irgendwann erwarte ich nichts mehr. Ich bin nur 300 Kilometer von der letzten Stadt entfernt, ein Katzensprung für australische Distanzverhältnisse. Aber ich habe mich schon an das vermeintliche Nichts gewöhnt: an die gerade Straße, die Weite zur Rechten und Linken mit all den Büschen, Baumskelette, roten Straßenschneisen, ab und an eine Gruppe Gämse, und den ewigen Horizont. Es gibt keinen Handyempfang mehr. Das Highlight ist ein Roadhaus auf halber Strecke. Die weißen Zapfsäulen und das Coca-Cola-Schild blenden in der Mittagssonne, die Fronthauben von zwei weiteren Autos stehen offen, dabei ist die Luft sicherlich genauso warm wie der heißgelaufene Motor. Sonst ist da nichts. Ich könnte ewig weiterfahren, die Fahrt verwandelte sich in eine Meditation: Gedanken kreisen lassen, auf den Atem und den Lenker achten… Bis zu meiner Linken plötzlich ein Hügel auftauchte, so akkurat geformt als hätte ein Riese mit der Backform eine Sandburg gebaut.

Das ist also Broken Hill. Für eine Stadt irgendwo im Nirgendwo ist sie unter vielen Namen bekannt – man nennt sie Silberstadt, Minenstadt, Künstlerstadt oder Filmstadt.

(…)

Die ganze Reportage im 360° Australien-Magazin 3/2016.

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